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Kommaregeln: Vermeiden Sie die 5 häufigsten Komma-Fehler!

Nur noch 7 Kommaregeln gibt es seit 1997 im Deutschen. Und trotzdem bietet die Kommasetzung einige Herausforderungen.

Vermeiden Sie diese 5 häufigsten Fehler beim Kommasetzen:

Fehler 1: Komma nach adverbialen Bestimmungen

Adverbiale Bestimmungen oder „Umstandsbestimmungen“ werden häufig mit Nebensätzen verwechselt – vor allem bei längeren Bestimmungen:

  • Nach einer langen Besprechung mit den Kolleginnen und Kollegen im Besprechungsraum im Erdgeschoss (kein Komma!) trafen sich alle in der Küche.
  • Nach Abschluss der Aufräumungsarbeiten (kein Komma!) gingen alle nach Hause.
  • Wegen der schlechten Witterung am Morgen der Abreise (kein Komma!) nahm sie einen Schirm mit.

Es gibt vier Typen der adverbialen Bestimmung:

  • Ort: „wohin?“, „woher?“, „wo?“
  • Zeit: „wann?“, „seit wann?“, „wie lange?“
  • Art und Weise: „auf welche Weise?“, „wie?“
  • Grund: „wieso?“, „warum?“, „weshalb?“

Wenn statt einer einfachen adverbialen Bestimmung aber ein vollständiger Nebensatz mit einem gebeugten Verb steht, dann wird dieser Nebensatz mit Komma abgetrennt:

  • Nachdem die Besprechung mit den Kolleginnen und Kollegen im Besprechungsraum im Erdgeschoss geendet hatte, trafen sich alle in der Küche.
  • Nachdem die Aufräumungsarbeiten abgeschlossen worden waren, gingen alle nach Hause.
  • Weil das Wetter am Morgen der Abreise schlecht war, nahm sie einen Schirm mit.

Fehler 2: Komma fehlt bei Vergleichen mit „als“ und „wie“, die einen Nebensatz einleiten – oder wird gesetzt bei einfachen Vergleichen.

Bei einfachen Vergleichen mit „als“ und „wie“ wird kein Komma gesetzt:

  • Er ist so groß wie ich. (kein Komma!)
  • Er ist größer als ich. (kein Komma!)

Nur wenn „als“ oder „wie“ einen Nebensatz einleiten, muss ein Komma gesetzt werden. Sie erkennen den Nebensatz an einem gebeugten Verb:

  • Er ist nicht so groß, wie ich gedacht hatte.
  • Es ist so groß, wie ich gedachte hatte.

Fehler 3: Komma fehlt bei erweitertem Infinitiv mit zu, der von einem Hauptwort oder Bezugswort abhängt = es näher erklärt.

Der Infinitiv ist die Grundform eines Verbs, also eines Tätigkeitsworts: „gehen“. In bestimmten Situationen muss der Infinitiv mit „zu“ verwenden werden, also „zu gehen“. Wenn er erweitert wird, heißt er „erweiterter Infinitiv mit zu“, zum Beispiel „nach Hause zu gehen“.

Wenn dieser erweiterte Infinitiv mit „zu“ ein Hauptwort oder ein Bezugswort erklärt, muss er mit Komma abgegrenzt werden:

Hauptwort (Substantiv):

  • Er fasste den Plan, heimlich abzureisen.
  • aber: Er plante(,) abzureisen. (Kann-Komma)
  • Sie machte das Angebot, den Vertrag zu verlängern.
  • Sie bot an(,) den Vertrag zu verlängern. (Kann-Komma)

Bezugswort wie „es“, „das“, „darum“, „dazu“, „dabei“:

  • Sie bat ihn darum, den Kunden anzurufen.
  • aber: Sie bat ihn(,) den Kunden anzurufen. (Kann-Komma)
  • Er half ihr dabei, die Hausaufgaben zu machen.
  • aber: Er half ihr(,) die Hausaufgaben zu machen. (Kann-Komma)

Fehler 4: Komma bei Konjunktionen, die ohne Komma verwendet werden

Solche Konjunktionen bzw. Bindewörter sind: „und“, „oder“, „beziehungsweise“, „nicht … noch“, „weder … noch“, „sowie“, „wie“, „entweder … oder“, „sowohl … als auch“:

  • Er arbeitete diesmal sowohl am Montag als auch am Dienstag. (kein Komma!)
  • Ich möchte weder schwimmen gehen noch Fahrrad fahren. (kein Komma!)
  • Wir können entweder am Montag oder am Dienstag ins Kino gehen. (kein Komma!)

Fehler 5: Komma hinter der Grußformel

Die Grußformel wird zwar im Englischen oft mit einem Komma beendet, zum Beispiel bei „Kind regards,“. Im Deutschen steht die Grußformel aber immer ohne Komma:

  • Freundliche Grüße (kein Komma!)
  • Viele Grüße (kein Komma!)
  • Herzliche Grüße nach Hamburg (kein Komma!)

Uwe Freund Kommunikationstrainer Coach Textoptimierer mit KI und ohne KIAutor: Uwe Freund ist Kommunikationstrainer, Dozent, Coach, Speaker und Berater mit über 30 Jahren Erfahrung für die Themen Korrespondenz und Beschwerdemanagement per Brief, E-Mail, Live-Chat sowie für Zeitmanagement, Telefondialog und Präsentation. Er berät und unterstützt Unternehmen in verschiedenen Branchen bei der Neugestaltung der schriftlichen und mündlichen Kommunikation sowie bei der professionellen Textoptimierung von Vorlagen, Text-Makros und Templates.

Erfahrung in Zahlen: 4.600+ Seminartage · 44.200+ Teilnehmende (Okt. 2025). Beispielmessung 8 Wochen nach Seminar/Maßnahme: −30 % Textlänge, +26 % Erstlösungsquote (FCR First Contact Resolution).

Als Kommunikationstrainer mit KI-Kompetenz vermittelt er die bewährten Inhalte des E-Mail-Trainings und die effiziente Nutzung von KI-Werkzeugen zur Texterstellung und -optimierung: Sicherung von der Qualität, Klarheit und Kundenorientierung trotz KI-Unterstützung – Entwicklung von Standards zur KI-basierten E-Mail-Kommunikation – Strategien zur nachhaltigen Effizienzsteigerung bei täglichen Korrespondenzprozessen. In Projekten führt das zu kürzeren, klareren E-Mails und weniger Rückfragen.

Uwe Freund ist Mitglied im Bayerischen Journalistenverband (BJV) und im Arbeitsausschuss "Text- und Informationsverarbeitung für Büroanwendungen" beim DIN Deutschen Institut für Normung (DIN e. V.). Dort bringt er seine langjährige Erfahrung in die Normung von Bürokommunikation und Dokumentenstandards ein.

Studienabschluss: M. A. (Magister/Master) in Politik, Germanistik und Psychologie | Weiterbildungen: Coach (EASC) auf Basis der Transaktionsanalyse, Konfliktmanagement, Gruppendynamik, Physiologie und Sport-Trainingsmethodik, Gestalt, TZI, MPC, INSIGHTS MDI (Akkreditierter Berater), Lumina Spark (Akkreditierter Berater) | Seminarsprachen: Deutsch, Englisch | Branchenschwerpunkte: Finanzdienstleistungen, Versicherungen, Energieversorger, öffentlicher Verkehr, öffentliche Verwaltung, Kanzleien, Automotive, IT, Software und Fashion/Beauty.

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