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Briefe und E-Mails in die Schweiz korrekt schreiben

Diese Unterschiede zwischen Deutschland und Schweiz müssen Sie beachten, damit Ihre E-Mails und Briefe gut ankommen.

Die wichtigsten Unterschiede sind:

  • In Deutschland wird die Anrede „Sehr geehrte …,“ in Briefen und E-Mails mit einem Komma abschlossen. In der Schweiz wird kein Satzzeichen hinter „Sehr geehrte…“ gesetzt.
  • In Deutschland wird nach der Anrede klein weitergeschrieben, d. h. der erste Buchstabe des ersten Textabsatzes ist kleingeschrieben – in der Schweiz: großgeschrieben.
  • In der Schweiz werden häufig auf „-ieren“ gebildete Verben verwendet. In Deutschland ist das unüblich. Deshalb lautet auch die Abschlussformulierung in Deutschland: „Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns bitte an“ oder „… setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.“ In der Schweiz heißt es: „… kontaktieren Sie uns bitte“.
  • In der Schweiz wird schon seit vielen Jahren kein „ß“ mehr verwendet. Deshalb heißt es zum Schluss auch dort korrekt: „Freundliche Grüsse“ (nicht: „Freundliche Gruesse“!). In Deutschland: „freundliche Grüße“
  • Der in Deutschland verwendete Begriff „Anlage“ für beigelegte Unterlagen heißt in der Schweiz „Beilage“. Besser ist es, sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz diese Begriffe im Text zu ersetzen durch „Mit diesem Schreiben erhalten Sie …“ oder „Mit dieser E-Mail erhalten Sie …“
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„zu Händen“ bzw. Abkürzung „z. H.“ / „z. Hd.“ in der Brief-Anschrift: falsch und antiquiert

Auch wenn Einzelne die überflüssige Abkürzung „z. Hd.“ für „zu Händen“ noch verwenden: Sie ist nicht nur altbacken, sondern bereits seit den 1990er Jahren falsch.

    Zwei große deutsche Job-Portale erklären den Bewerbenden noch ausführlich, dass in Anschriften „zu Händen“ als „z. H.“ oder „z. Hd.“ geschrieben werden müsse: Diese Information ist ganz klar veraltet und falsch – und das schon seit den 1990er Jahren.

    Wie sieht eine korrekte Anschrift heute aus?

    Eine korrekte Privat-Anschrift sieht so aus:

    Frau
    Ingeborg Freund
    Eduard-Schmid-Str. 29
    81541 München 

    Seminar-Handbuch: Korrespondenztraining - Briefe und E-Mails
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    Eine Firmenanschrift kann die Abteilungs- bzw. Bereichsbezeichnung in einer eigenen Zeile enthalten wie bei

    Müller GmbH & Co. KG
    Personalabteilung
    Frau Ingeborg Freund
    Eduard-Schmid-Str. 29
    81541 München

    oder auch Abteilungs- bzw. Bereichsbezeichnung in derselben Zeile mit dem Namen der adressierten Person:

    Müller GmbH & Co. KG
    AB-M-1, Frau Ingeborg Freund
    Eduard-Schmid-Str. 29
    81541 München

    Also: niemals „zu Händen“ oder „z. Hd.“. Und: Alle Angaben der Anschrift werden in der derselben Schriftart und Schriftgröße gemacht. Es gibt keine Fettsetzung, Unterstreichung oder Kursivierung.

    Wer regelt, wie Brief-Anschriften korrekt geschrieben werden?

    Damit Briefe, Päckchen und Pakete schnell transportiert und korrekt zugestellt werden, gibt die Deutsche Post genau vor, wie Anschriften zu schreiben sind. Dies gilt für deutsche Anschriften genauso wie für internationale nach den Regelungen des Weltpostvereins, dessen Mitglied die Deutsche Post ist.

    Die Regelungen der Deutschen Post gehen auch in die DIN 5008 ein, die in Deutschland alle wichtigen Schreibweisen in Briefen, E-Mails und anderen Texten regelt.

    Heißt es in der Brief-Anschrift „Herrn“ oder „Herr“?

    Die DIN 5008 gibt auch in der aktuellen Version von März 2020 vor, dass es weiter „Herrn“ heißt – und natürlich weiter ohne „z. Hd.“ bzw. „zu Händen“, also:

    Müller GmbH & Co. KG
    Personalabteilung
    Herrn Eduard Hase
    Sonnenstr. 29
    81541 München

    Auf ihrer Webseite lässt die Deutsche Post auch die Schreibweise „Herr“ in der Anschrift zu:

    https://www.deutschepost.de/de/b/briefumschlag-richtig-beschriften.html unter „Brief adressieren – so ist es richtig“ im Abschnitt „An eine Hausanschrift“

    Sollten Brief-Anschriften heute genderneutral formuliert sein, also ohne „Herrn“ oder „Frau“?

    Das regeln bislang weder die Deutsche Post noch die DIN 5008. Da das Geschlecht der empfangenden Person für die Zustellung nicht relevant ist, gehen einige Unternehmen bereits dazu über, die Geschlechtsbezeichnung im Anschriftenfeld wegzulassen.

    Wie Sie Personen mit Professor- oder Doktor-Titel anschreiben, sehen Sie hier.

    Perfekt, danke! Hier kommt der erweiternde Abschnitt mit dem Titel „Was Sie bei der Schreibweise von Abkürzungen im Deutschen beachten müssen“ und dem SEO-Keyword „Abkürzungen richtig schreiben“:

    Was müssen Sie bei der Schreibweise von Abkürzungen im Deutschen beachten?

    Grundsätzlich gilt: Eine Abkürzung ersetzt ein oder mehrere Wörter durch wenige Buchstaben. Damit der Text dennoch verständlich bleibt, muss die Schreibweise nachvollziehbar sein. Das fängt mit der Zeichensetzung an: Gängige Abkürzungen wie „z. B.“, „u. a.“ oder „d. h.“ trennen die abgekürzten Wörter durch Leerzeichen – aber ohne Bindestrich. Und: Jeder abgekürzte Bestandteil endet mit einem Punkt.

    Steht eine Abkürzung am Satzende, folgt kein zweiter Punkt. Beispiel: „Bitte bringen Sie Ihren Ausweis mit, z. B. den Personalausweis.“ Ein Punkt genügt.

    Groß- oder Kleinschreibung richtet sich nach dem ursprünglichen Wort. Abkürzungen wie „bzw.“ für „beziehungsweise“ bleiben klein, weil das ausgeschriebene Wort kleingeschrieben wird. Abkürzungen von Substantiven wie „Lkw“ oder „EU“ beginnen groß. Die Variante „LKW“ ist zwar verbreitet, nach den Rechtschreibregeln ist heute eine Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben korrekt, wenn das Originalwort ein Substantiv ist. Also: „Lkw“ statt „LKW“.

    Wenn die Abkürzung so geschrieben wird, wie sie gesprochen wird entfällt der Punkt: GmbH, AG, UNO.

    Nicht jede Abkürzung eignet sich für jede Zielgruppe. In Fachtexten oder wissenschaftlichen Arbeiten gelten andere Maßstäbe als in Kundenanschreiben. In juristischen Texten geht es meist nicht um gute Lesbarkeit, sondern Komplexität. Hier werden Abkürzungen wie „i. d. R.“ für „in der Regel“ gern verwendet.

    In den täglichen E-Mails oder Briefen haben sie nichts zu suchen. Generell verlangsamen Abkürzungen das Lesen von Texten.

    Uwe Freund Kommunikationstrainer Coach Textoptimierer mit KI und ohne KIAutor: Uwe Freund ist Kommunikationstrainer, Dozent, Coach, Speaker und Berater mit über 30 Jahren Erfahrung für die Themen Korrespondenz und Beschwerdemanagement per Brief, E-Mail, Live-Chat sowie für Zeitmanagement, Telefondialog und Präsentation. Er berät und unterstützt Unternehmen in verschiedenen Branchen bei der Neugestaltung der schriftlichen und mündlichen Kommunikation sowie bei der professionellen Textoptimierung von Vorlagen, Text-Makros und Templates.

    Erfahrung in Zahlen: 4.600+ Seminartage · 44.200+ Teilnehmende (Okt. 2025). Beispielmessung 8 Wochen nach Seminar/Maßnahme: −30 % Textlänge, +26 % Erstlösungsquote (FCR First Contact Resolution).

    Als Kommunikationstrainer mit KI-Kompetenz vermittelt er die bewährten Inhalte des E-Mail-Trainings und die effiziente Nutzung von KI-Werkzeugen zur Texterstellung und -optimierung: Sicherung von der Qualität, Klarheit und Kundenorientierung trotz KI-Unterstützung – Entwicklung von Standards zur KI-basierten E-Mail-Kommunikation – Strategien zur nachhaltigen Effizienzsteigerung bei täglichen Korrespondenzprozessen. In Projekten führt das zu kürzeren, klareren E-Mails und weniger Rückfragen.

    Uwe Freund ist Mitglied im Bayerischen Journalistenverband (BJV) und im Arbeitsausschuss "Text- und Informationsverarbeitung für Büroanwendungen" beim DIN Deutschen Institut für Normung (DIN e. V.). Dort bringt er seine langjährige Erfahrung in die Normung von Bürokommunikation und Dokumentenstandards ein.

    Studienabschluss: M. A. (Magister/Master) in Politik, Germanistik und Psychologie | Weiterbildungen: Coach (EASC) auf Basis der Transaktionsanalyse, Konfliktmanagement, Gruppendynamik, Physiologie und Sport-Trainingsmethodik, Gestalt, TZI, MPC, INSIGHTS MDI (Akkreditierter Berater), Lumina Spark (Akkreditierter Berater) | Seminarsprachen: Deutsch, Englisch | Branchenschwerpunkte: Finanzdienstleistungen, Versicherungen, Energieversorger, öffentlicher Verkehr, öffentliche Verwaltung, Kanzleien, Automotive, IT, Software und Fashion/Beauty.

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